Autounfall-Ratgeber: Die 19 besten Tipps vom Gutachter

Dein Kfz-Sachverständiger Ingo Bessler Du bist in einen Verkehrsunfall involviert und möchtest nun von einem Gutachter erfahren, wie du die Abwicklung des Schadens bestmöglich über die Bühne bringst? Dann bist du hier genau richtig. Mein Name ist Ingo Bessler und ich bin mit Arnd Idel einer der Gründer und Inhaber der TÜ Taunus. Mein Team und ich geben dir einen ausführlichen Überblick zum Ablauf einer idealen Schadensregulierung. Übrigens: Für alle Eiligen haben wir in einem anderen Beitrag die 6 wichtigsten Schritte nach einem Autounfall zusammengetragen, die du noch am Unfallort beachten solltest.
Du hast weitere Fragen? Rufe uns jetzt an und profitiere von unserer kostenlosen Erstberatung: ☎ 06172 98 97 50 für Oberursel (Taunus) oder ☎ 06108 82 23 70 für Mühlheim am Main.


Inhaltsverzeichnis

Allgemeine Informationen

➡ Wie geht es nach dem Autounfall weiter?
➡ 3 gute Gründe einen Gutachter zu beauftragen

Für Unfallgeschädigte

➡ Wie kann ich den Unfall für die Schadensregulierung durch die Versicherung aufnehmen?
➡ Sollte ich die Polizei hinzuziehen?
➡ Wie man mit der Versicherung kommuniziert
➡ Guter Kfz-Sachverständiger: Worauf ist bei der Suche zu achten?
➡ Muss ich meine eigene Versicherung informieren?
➡ Der eigene Gutachter oder ein Versicherungsgutachter?
➡ Wann ist ein Unfallgutachter wirklich unabhängig?
➡ Unfallgutachten oder doch nur ein Kostenvoranschlag?
➡ Kann ich zur nächstbesten Werkstatt fahren und eine Reparatur beauftragen?
➡ Soll ich einen Rechtsanwalt beauftragen?

Für Unfallverursacher

➡ Worauf muss ich als Unfallverursacher achten?
➡ Wer ersetzt den Schaden an meinem eigenen Auto?
➡ Wie wirkt sich der Verkehrsunfall auf meine Kfz-Versicherung aus?
➡ Wann lohnt es sich, den Schaden ohne meine Versicherung zu regulieren?
➡ Ich habe einen Unfall verursacht. Soll ich einen Rechtsanwalt einschalten?

Kosten

➡ Wer muss die Kosten für das Unfallgutachten zahlen?
➡ Habe ich Anspruch auf ein Ersatzfahrzeug für die Dauer des Ausfalls?
➡ Ich kann aufgrund des Verkehrsunfalles aktuell nicht arbeiten: Wer trägt die Kosten?


Allgemeine Informationen

Wie geht es nach dem Autounfall weiter?

Auf den Unfall folgt die Schadensregulierung. Für diese muss von dir ein Kfz-Sachverständiger beauftragt werden, der den Schaden an deinem Wagen und die daraus resultierende Wertminderung ermittelt. Das dadurch entstandene Unfallgutachten dient für Versicherungen als Grundlage zur Kostenerstattung. Die Gutachter-Kosten erstattet die Versicherung des Unfallverursachers. Bei einem von dir nicht verschuldeten Unfall zahlst du also nichts für das Unfallgutachten. Ausnahme: Bei Bagatellschäden erstatten Autoversicherungen in der Regel nicht die Kosten für ein Gutachten. Die Grenze für diese sogenannten “kleinen” Schäden liegt aktuell bei 750 €.

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3 gute Gründe einen Gutachter zu beauftragen

  1. Ein neutrales Unfallgutachten sorgt für Rechtssicherheit
  2. Ein unabhängiger Sachverständiger vertritt als neutraler Partner allein deine Interessen und nicht die der gegnerischen Versicherung
  3. Du erhältst kompetente Beratung und Hilfestellungen zur bestmöglichen Schadensregulierung
  4. Du musst dich nicht mit Versicherungen “herumschlagen” und bekommst eventuell einen Mietwagen als Ersatz vermittelt

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Für Unfall-Geschädigte

Kurz erklärt: Geschädigte sind alle Personen, die im Rahmen eines Verkehrsunfalles einen Schaden erlitten haben und diesen nicht selbst verschuldet haben. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn dir jemand die Vorfahrt genommen hat. Oder dir jemand hinten reingefahren ist.

Unverschuldet in einen Unfall verwickelt zu sein ist eine ärgerliche Angelegenheit. Wir hoffen, dass dir und deinen Mitfahreren nichts ernsthaftes passiert ist und wollen dir nun nützliche Tipps mit auf den Weg geben. Damit du die Schadenregulierung bestmöglich über die Bühne bringst.
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Wie kann ich den Unfall für die Schadenregulierung durch die Versicherung aufnehmen?

Als Geschädigte oder Geschädigter gilt es, sich einen Überblick über die an dem Verkehrsunfall beteiligten Personen zu verschaffen. Und dann den Unfallhergang und den entstandenen Schaden zu dokumentieren.

1. Personalien und Versicherungsdaten

Nachdem du dich über das Wohlbefinden der anderen Teilnehmer erkundigt hat, solltest du höflichst um deren Daten bitten:

  1. Wie heißen Fahrzeugführer und -halter?
  2. Ist der Fahrzeugführer im Besitz eines gültigen Führerscheins?
  3. Wie lauten ihre Anschriften?
  4. Wie lauten die Versicherungsdaten? (Versicherungsnummer und Versicherer)

Da man als Privatperson um diese Daten “nur” bitten kann, ist es gegebenenfalls erforderlich, die Polizei um Unterstützung zu bitten. Eine Ausweispflicht besteht in Deutschland nur gegenüber Trägern hoheitlicher Gewalt (Polizei und andere Behörden).

2. Fotoaufnahmen für die Versicherung

Zusätzlich solltest du aus Gründen der Beweissicherung auch Fotoaufnahmen anfertigen, mit denen du deine Darstellung des Unfallherganges untermauern kannst und im Falle eines Rechtsstreits auf der sicheren Seite bist. Die Kameras herkömmlicher Smartphones reichen vollkommen aus, um angemessene Fotos aufzunehmen. Allerdings solltest du darauf achten, dass die Bilder scharf und gut ausgeleuchtet sind.
Beachte bei den von dir angefertigten Beweisbildern auch folgende Punkte:

  1. Erstelle Umgebungsfotos, aus denen hervorgeht, wo der Unfall sich zugetragen hat; indem du zum Beispiel die betroffenen Fahrzeuge auf einer Kreuzung aus mehreren Blickwinkeln fotografierst
  2. Versuche bei so vielen Fotos wie möglich die Kennzeichen mit im Bild aufzunehmen
  3. Fotografiere die betreffenden Schäden aus unterschiedlichen Perspektiven. Umso ausführlicher du den Schaden bildlich dokumentierst, desto besser ist deine Position in einem zukünftigen Rechtsstreit

3. Finde einen Gutachter

Als schuldlos Geschädigter wirst du nach dem Unfall ein Gutachten in Auftrag geben müssen. Ein professioneller Sachverständiger wird sich dann um alles weitere kümmern: Die Kommunikation mit der gegnerischen Versicherung, die Erstellung des Gutachtens und die Vermittlung eines Ersatzfahrzeuges für die Dauer des Ausfalls. Dies sind die wesentlichen Leistungen eines professionellen Sachverständigen-Betriebes. Wichtig ist nur, dass du die oben stehenden Informationen noch am Unfallort vom Unfallverursacher erbittest und hierbei sorgfältig alle wichtigen Daten und Fotos sammelst.
Dir ist etwas nicht ganz klar? Dann scheue dich nicht, unsere Kfz-Sachverständigen um Rat zu bitten. Unsere Erstberatung ist für dich vollkommen kostenlos. Rufe jetzt an: ☎  06172 98 97 50 für Oberursel (Taunus) oder ☎ 06108 82 23 70 Mühlheim am Main.
Oder nutze unsere App “Fahrzeug Unfallhelfer App“. Mit dieser erhältst du eine stressfreie Hilfe, deinen Verkehrsunfall zuverlässig und schnell abzuwickeln.

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Sollte ich die Polizei hinzuziehen?

In der Regel sind Polizisten nicht begeistert, wenn sie zu einem gewöhnlichen Verkehrsunfall gerufen werden und sie dadurch weniger Zeit für “wichtigere” Einsätze haben. Sind sich die Unfallbeteiligten über den Hergang des Unfalls einig, ist es zudem nicht erforderlich, die Polizei für die Aufnahme des Unfalls zu rufen.
Allerdings kann es in einigen Fällen aus Gründen der Beweissicherung ratsam sein, die Polizei doch hinzuzuziehen. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn die gegnerische Partei deiner Darstellung des Unfallherganges widerspricht. Und für dich kurz nach dem Unfall abzusehen ist, dass sich die gegnerische Versicherung “querstellen” könnte. In einem solchen Falle bist du mit der Dokumentation durch die Polizei auf der sicheren Seite. Diese dokumentiert dann nämlich den Unfall für ein mögliches Gerichtsverfahren und stellt Versicherungen und Gutachtern ihre Dokumentation zur Verfügung.
Ebenso kannst du die Polizei rufen, wenn du das Gefühl hast, dass der andere Unfallbeteiligte unter Einfluss von Drogen oder Alkohol stehen könnte. Das wirkt sich nämlich ganz erheblich auf die Beurteilung deiner Schuld am Unfall aus.
Man sollte auch im Hinterkopf behalten, dass die Polizei ein Bußgeld verhängen kann. Bist du am Unfall nicht schuld, wird die Polizei das vor Ort genauso sehen und dich verschonen. Sind die Ordnungshüter jedoch der Meinung, dass du gegen die Straßenverkehrsordnung verstoßen hast, droht dir sehr wahrscheinlich ein “Knöllchen”.

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Wie man mit der Versicherung kommuniziert

Die Kommunikation mit Versicherungen kann manchmal schwierig verlaufen. Kfz-Versicherer sind meistens große Konzerne, die tagtäglich tausende Verkehrsunfälle regulieren müssen. Dies macht sich dann auch in deren Serviceumfang und telefonischer Erreichbarkeit bemerkbar.
Aber hiervon darf man sich als Geschädigter nicht beirren lassen. Sei freundlich aber beharrlich. Teile der gegnerischen Versicherung deine Personalien und die Versicherungsdaten des Unfallgegners/ihres Versicherungsnehmers mit und benenne den Kfz-Sachverständigen, den du mit der Erstellung eines Unfallgutachtens beauftragen wirst. Von jetzt an geht alles seinen Weg; ohne dein weiteres Zutun. Ein professioneller Sachverständiger wird sich nämlich um die weitere Kommunikation mit der Versicherung kümmern und mit dir Rücksprache über neue Entwicklungen halten.
Übrigens: Manche Versicherungsunternehmen versuchen, dir als Geschädigtem ihren eigenen Gutachter “aufzuschwatzen”. Das solltest du vehement ablehnen. Du darfst nämlich nach deutschem Recht selbst darüber entscheiden, wer für dich als Kfz-Sachverständiger ein Unfallgutachten erstellen soll. Es liegt in deinem Interesse, den Sachverständigen selbst auszusuchen.

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Guter Kfz-Sachverständiger: Worauf ist bei der Suche nach einem Gutachter zu achten?

Kfz-Sachverständige sind selbstständige Dienstleister und unterscheiden sich daher ähnlich wie andere Berufsgruppen auf dem freien Markt durch ihre Professionalität, Erfahrung und ihren Blick für die Interessen ihrer Kunden.
Solltest du auf der Suche nach einem Sachverständigen sein, gibt dir folgende Auflistung eine Hilfestellung, was einen guten Gutachter ausmacht:

  1. Hält der Sachverständige auf seinen Webseiten nützliche und wichtige Informationen bereit?
  2. Ist er durch ein TÜV-Unternehmen zertifiziert oder arbeitet mit einem solchen zusammen?
  3. Bietet der Gutachter die Vermittlung von kostenfreien Mietwagen für die gesamte Dauer des Ausfalls an?
  4. Werden Kosten und Ablauf des Gutachtens transparent kommuniziert?
  5. Erhalte ich eine detaillierte Auflistung aller Schäden und der eingetretenen Wertminderung meines Fahrzeugs?

Es empfiehlt sich, vor der Beauftragung eines Gutachters zunächst dessen Internetseiten zu durchstöbern. Sind diese professionell gestaltet und enthalten wichtige Informationen für dich, kannst du davon ausgehen, dass der betreffende Kfz-Sachverständige einen professionellen Betrieb führt und du dort gut aufgehoben bist. Und nicht vergessen: Welcher Sachverständige dein Unfallauto begutachtet, entscheidest du ganz alleine. Man sollte sich den Sachverständigen selbst aussuchen und nicht von der Versicherung diktieren lassen. 

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Muss ich meine eigene Versicherung informieren?

Kurz gesagt: Nein. Denn in den allermeisten Fällen bist du als Geschädigter am Unfall nicht schuld. Sollte die gegnerische Partei – der Unfallverursacher – jedoch behaupten, dass dich die Schuld am Unfallhergang trifft, wird deine Versicherung (Haftpflicht) gegebenenfalls für den Schaden aufkommen müssen. Dies gilt auch, wenn dich nur eine Teilschuld trifft. Deshalb empfehlen wir dir, immer einen Rechtsanwalt einzuschalten. Mit dessen Unterstützung bist du auf der sicheren Seite.

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Der eigene Gutachter oder ein Versicherungsgutachter?

Grundsätzlich gilt: Kfz-Gutachter sind an Recht und Gesetz gebunden und folgen gesetzlichen Vorgaben über den Inhalt und Umfang eines Schadengutachtens. Vor diesem Hintergrund erscheint es auf den ersten Blick unwesentlich, ob der Gutachter von dir selbst ausgesucht worden ist oder dir durch eine Versicherung aufgetragen wurde.
Allerdings haben Gutachter einen gewissen Ermessensspielraum, den sie in strittigen Punkten zu deinen Gunsten ausschöpfen können. Oder umgekehrt im Sinne der Versicherung nicht ausschöpfen können. Hierbei handelt es sich in der Regel um wenige hundert Euro: Dieser Betrag jedoch bedeutet für Versicherungskonzerne Kostenersparnisse von mehreren Millionen Euro pro Jahr, da sie für viele tausende Unfälle pro Jahr Schadensersatz zahlen müssen.
Dieser Problematik sind sich Kfz-Gutachter bewusst und können sich daher in einem verdeckten Interessenskonflikt befinden, wenn sie neben dem für dein Fahrzeug zu erstellenden Gutachten zusätzlich auch noch auf die Einnahmen angewiesen sind, die ihnen durch Aufträge von den betreffenden Versicherungen zukommen.
Es ist daher ratsam, einen Kfz-Gutachter, der dir von einer Versicherung geschickt wurde, kritisch zu beäugen. Denn bei diesen Sachverständigen handelt es sich oftmals um Gutachter, die oft und gut mit der Versicherung zusammen arbeiten und deren finanzielle Interessen über deine stellen werden.

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Wann ist ein Unfallgutachter wirklich unabhängig?

Wurde dir ein Kfz-Sachverständiger nicht von der Versicherung aufgezwungen und hast du dir diesen selbst ausgesucht, spricht vieles für dessen Unabhängigkeit. Getreu dem Motto “Wes Brot ich eß, des Lied ich sing” liegt es oftmals im Interesse eines sogenannten “Versicherung-Gutachters” die finanziellen Interessen seines Auftraggebers zu wahren und den für diesen entstandenen Schaden auf ein Minimum zu reduzieren.
Konkret bedeutet das: Von Versicherungen entsendete Gutachter spielen ihre Ermessensspielräume zum Vorteil der Versicherung aus und verringern damit den dir zustehenden Schadensersatz.
Kurz gesagt: Für die Unabhängigkeit eines Kfz-Gutachters ist daher seine Beziehung zu Versicherungen maßgeblich. Arbeitet ein Sachverständiger überwiegend für ein und dieselbe Versicherung, ist davon auszugehen, dass er im Zweifelsfall deren Interessen vertritt und nicht deine.
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Unfallgutachten oder nur ein Kostenvoranschlag?

In Einzelfällen reicht ein Kostenvoranschlag ebenso aus. Dieser unterscheidet sich vom Gutachten insofern, dass er von einer Kfz-Werkstatt deines Vertrauens erstellt wird und für dich ein konkretes Angebot darstellt, dein Fahrzeug zum betreffenden Preis reparieren zu lassen. Das Unfallgutachten geht aber viel weiter: Es trifft neben anderen Informationen vor allem auch wichtige Aussagen über folgende Punkte:

  1. Den an deinem Auto entstandenen Schaden
  2. Die eingetretene Wertminderung
  3. Die Reparaturdauer
  4. Den Wiederbeschaffungswert
  5. Restwert

Allgemein gilt: Kostenvoranschläge sollten nur dann in Auftrag gegeben werden, wenn es sich um Bagatellschäden handelt, die nicht höher als 750 € liegen. Denn diese müssen nicht durch die Versicherung zusätzlich geprüft werden. An dieser Stelle solltest du in jedem Falle mit der gegnerischen Versicherung absprechen, ob diese mit einem Kostenvoranschlag einverstanden ist und gegebenenfalls anfallende Kosten übernimmt.
Die Kosten für einen Voranschlag sind in der Regel niedrig und sollten bei seriösen Werkstätten nicht mehr als 100,- € betragen. Es gibt auch nicht wenige Werkstätten, die die Kosten im Verhältnis zur Schadenshöhe kalkulieren. Diese schadensabhängige Kostenkalkulation sollte dann nicht mehr als 10% der eigentlichen Schadenshöhe betragen.

Handelt es sich um einen größeren Schaden an deinem Fahrzeug, solltest du in jedem Falle ein Gutachten in Auftrag geben. Dieses ist wesentlich ausführlicher, was die Schadenshöhe, die Wertminderung, die Reparturdauer, den Wiederbeschaffungswert und den Restwert anbelangt. Hierdurch erhältst du von der Versicherung eine größere Summe zugewiesen als wenn du nur einen Kostenvoranschlag in Auftrag gegeben hättest.
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Kann ich nach dem Verkehrsunfall zur nächstbesten Werkstatt fahren und eine Reparatur beauftragen?

Hier ist Vorsicht geboten. Denn im Zweifelsfall bleibst du auf deinen Reparaturkosten sitzen. Es ist ratsam, alle Vorgänge und Maßnahmen vorab mit der Versicherung abzuklären. Handelt es sich lediglich um einen kleinen Schaden wird die Versicherung dich darum bitten, einen Kostenvoranschlag in Auftrag zu geben und diesen an sie zu übersenden. In diesem Falle kannst du dann eine Werkstatt deines Vertrauens aufsuchen und unter Hinweis auf die Schadensnummer und das Versicherungsunternehmen die Werkstatt mit der Erstellung eines Kostenvoranschlages beauftragen. Professionelle Werkstätten übernehmen dann für dich alles weitere: Die Werkstatt nimmt nun Kontakt mit der Versicherung auf, kommuniziert den Schaden und anstehende Reparaturkosten und erhält von der Versicherung dann eine verbindliche Zusage zur Kostenübernahme.
Wurde der Kostenvoranschlag vonseiten der Versicherung anstandslos genehmigt, repariert die Werkstatt den Schaden und benachrichtigt dich hierüber. Hierfür wirst du allerdings vorab eine sogenannte Abtretungserklärung unterschreiben müssen, mit der dein Anspruch gegen die Versicherung auf die ausführende Werkstatt übergeht.
Sollte die Versicherung jedoch die Schadenshöhe oder die Höhe der Reparaturkosten anzweifeln, beauftragt sie einen eigenen Kfz-Gutachter, der den Schaden für sie prüfen und ihr Bericht erstatten soll.

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Soll ich einen Rechtsanwalt beauftragen?

Ja, das ist absolut empfehlenswert. Einen erfahrenen Anwalt an seiner Seite zu haben ist für dich als Geschädgten von großem Vorteil. Denn dein Rechtsbeistand ist in der Schadenabwicklung und Umgehung ihrer Fallstricke erfahren und bietet dir professionellen Schutz gegen Versicherung. Oftmals versuchen Versicherungen ihre finanzielle Belastung zu minimieren, indem sie einzelnen Positionen eines Gutachtens widersprechen und dadurch hinter der Gutachter-Kalkulation zurückbleiben. Auch wenn es sich hierbei im Einzelfall nur um wenige hundert Euro handelt, bedeutet das für große Versicherer aufs Jahr gerechnet immense Kosteneinsparungen in Millionenhöhe. Dein Anwalt wird in diesem Fall in Kooperation mit deinem Gutachter die Positionen der Versicherung überprüfen und gegebenenfalls ablehnen. Wirst du gegenüberder Versicherung von einem Rechtsanwalt vertreten, wird deren Schadensabteilung dich ernster nehmen.
Und das Beste ist: Die Kosten für deinen Rechtsanwalt trägt allein die gegnerische Versicherung. Denn deine durch den Autounfall notwendig gewordene rechtliche Beratung gilt in der Bundsrepublik Deutschland als Teil des Unfallschadens und muss somit von der gegnerischen Versicherung ebenso ersetzt werden.

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Für Unfallverursacher

Für Unfallverursacher ist der Ärger besonders groß. Nach einem Verkehrsunfall droht nicht nur Ärger mit der Polizei, sondern auch Mehrkosten durch höhere Versicherungsbeiträge. Bist du an einem Verkehrsunfall schuld, muss deine Haftpflichtversicherung den Schaden regulieren. Und das führt für dich zu höheren Kosten. Grundsätzlich sollte man im Hinterkopf behalten: Den Schaden an deinem eigenen Fahrzeug trägt -sofern vorhanden- deine Vollkasko-Versicherung. Den Schaden am gegnerischen Fahrzeug reguliert hingegen deine Haftpflichtversicherung.
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Worauf muss ich als Unfallverursacher achten?

Bist du gut versichert, musst du dir erst einmal keine Sorgen machen. Verkehrsunfälle passieren tagtäglich und sind ein fester Bestandteil des Straßenverkehrs. Allerdings kommt es auch vor, dass Unfallgeschädigte deine Unwissenheit ausnutzen und einen Vorteil aus dem Unfall ziehen. Daher solltest du im Wesentlichen auf die folgenden Dinge achten:

  1. Dokumentiere neben dem Schaden an deinem eigenen Fahrzeug vor allem auch die Schäden am gegnerischen Fahrzeug: Schieße Fotos aus verschiedenen Winkeln von Unfallspuren (Beulen, Kratzer und andere Schadensarten) und versuche gelegentlich auch das Kennzeichen des Fahrzeugs im Bild mit festzuhalten
  2. Wie ist der Unfall passiert: Führe deine eigene Dokumentation, indem du Aufnahmen von der Verkehrsumgebung aufnimmst. Auf diesen Bildern sollte ersichtlich sein, wie sich die Fahrzeuge kurz vor dem Unfall bewegt haben.
  3. Hast du Zweifel an der Zuverlässigkeit und Wahrheitsliebe des Unfallgegners? Dann solltest du darüber nachdenken, die Polizei hinzuzurufen. Diese dokumentiert dann den Schaden für die Akten. Allerdings könntest du dann auch bei Verstoß gegen Verkehrsregeln ein Bußgeld zahlen müssen.

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Wer ersetzt den Schaden an meinem eigenen Auto?

Der Schaden am Fahrzeug des Unfallgegners ersetzt deine Haftpflichtversicherung. Gesetzlich nicht vorgeschrieben ist hingegen die Vollkasko-Versicherung. Die Entscheidung für eine Vollkasko-Versicherung und die Art der Versicherung sollte sich nach dem Wert deines Wagens richten. So macht es zum Beispiel bei neuen Fahrzeugen durchaus Sinn, eine Vollkasko-Versicherung abzuschließen. Wohingegen man bei einem alten Fahrzeug die Mehrkosten einer Vollkasko-Versicherung meiden sollte und gegebenenfalls nur eine Teilkasko abschließen.
Verfügst du über einen Vollkasko-Schutz, reguliert deine Versicherung für dich den Schaden an deinem Fahrzeug. Hierfür solltest du allerdings beachten, dass du gegebenenfalls eine Selbstbeteiligung zahlen musst und sich deine Versicherungsbeiträge erhöhen. Es ist also im Einzelfall abzuwägen: Zwischen der finanziellen Mehrbelastung für dein Portemonnaie, wenn du den Schaden an deinem Fahrzeug “aus eigener Tasche” reparierst, auf der einen Seite. Und auf der anderen Seite der Einmalzahlung deiner Selbstbeteiligung für den Kasko-Schaden und die langfristige Erhöhung deiner Versicherungsprämie.
Verfügst du über keine Vollkasko-Versicherung, musst du den Schaden an deinem Fahrzeug selbst tragen. Bist du Vollkasko-versichert, übernimmt deine Versicherung die Kosten für die Reparatur.

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Wie wirkt sich der Verkehrsunfall auf meine Versicherungsbeiträge aus? (Schadenfreiheitsrabatt)

Wer dauerhaft unfallfrei fährt, spart viel Geld. Mit jedem Jahr, das du unfallfrei Auto fährst, gelangst du als Versicherungsnehmer eine Stufe höher in der Schadenfreiheitsklasse. Umso höher deine Schadenfreiheitsklasse ist, desto niedriger fällt dein Beitrag für die Haftpflicht- und Vollkasko-Versicherung aus. Im allgemeinen Sprachgebrauch spricht man hier auch von den sogenanten “Prozenten.” Diese sind an die Schadenfreiheitsklassen gebunden. Umso höher deine Schadenfreiheitsklasse ist, desto niedriger wird der dazugehörige Prozentsatz. Mit der Zeit zahlst du also einen immer geringer werdenden Anteil deiner ursprünglichen Versicherungsprämie. Bei den meisten Versicherungen zahlst du daher bereits nach fünf Jahren nur noch die Hälfte deines Einstiegsbetrages.

Solltest du jetzt aber einen Unfall haben und diesen über deine Haftpflicht- oder Vollkasko-Versicherung regulieren, verlierst du deine mühselig erworbene Schadenfreiheitsklasse. Das führt dazu, dass sich deine Prozente wieder erhöhen und du dementsprechend einen höheren Versicherungsbetrag zahlen musst.
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Wann lohnt es sich, den Schaden ohne meine Versicherung zu regulieren?

Ganz allgemein ist diese Frage nicht zu beantworten. Aber in der Regel solltest du dir folgende Fragen stellen:

  1. Habe ich einen hohen Schadenfreiheitsrabatt und würde ein vergleichsweise kleiner Schaden diesen gefährden?
  2. Hatte ich dieses Jahr bereits andere Verkehrsunfälle, die über meine Versicherung reguliert wurden?
  3. Möchte ich in nächster Zeit zu einem günstigeren Versicherer wechseln und ist die dadurch entstehende Ersparnis größer als der Verkehrsschaden selbst?

Frage deinen Versicherungsvertreter nach seiner Meinung und lasse dir vorrechnen, was du in nächster Zeit an Versicherungsbeiträgen zahlen müsstest, wenn du den Schaden über deine Versicherung regulierst. Diese Beträge solltest du dann der Höhe der Reparaturkosten gegenüberstellen und vor dem Hintergrund deiner persönlichen Finanzen individuell entscheiden.
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Ich habe einen Unfall verursacht. Soll ich einen Rechtsanwalt einschalten?

Mit einem Rechtsanwalt an seiner Seite fährt man grundsätzlich besser, insbesondere wenn sich ein Rechtsstreit abzeichnet und man sich schützen möchte. Allerdings hängt es von den Umständen des Einzelfalles ab, ob man diesen auch tatsächlich benötigt. Du musst dir daher folgende Fragen stellen:

  1. Ist das Verschulden am Verkehrsunfall nicht eindeutig?
  2. Handelt es sich um einen Schaden, der meine zukünftigen Versicherungsbeiträge erheblich erhöhen wird?
  3. Schenke ich der Darstellung des Unfallgegners kein Vertrauen?

Wenn du dir mindestens eine dieser Fragen mit “Ja” beantworten kannst, ist es ratsam, einen Rechtsbeistand aufzusuchen und ihm den Sachverhalt darzulegen. Auf Verkehrsrecht spezialisierte Rechtsanwälte haben so manches Ass im Ärmel, mit dem du im Zweifelsfall deine Kosten vermindern oder im besten Falle sogar die Schuld von dir weisen kannst.
Andererseits kann es durchaus Situationen geben, in denen die Einschaltung eines Verkehrsanwaltes nicht empfohlen wird, weil dir dadurch unnötige Mehrkosten entstehen werden. Insbesondere wenn du eine der folgenden Fragen bejahen kannst:

  1. Handelt es sich um einen kleinen Schaden am gegnerischen Fahrzeug?
  2. Ist deine Schuld am Verkehrsunfall eindeutig?
  3. Kannst du die Schuld des anderen Verkehrsteilnehmers nicht beweisen?

Bist du dir insgesamt unschlüssig, ob du nun einen Anwalt einschalten solltest oder nicht, empfehlen wir dir, dich bei einem Rechtsanwalt vorzustellen und um eine juristische Erstberatung zu bitten. Diese wird nach festen Sätzen abgebucht und verschafft dir einen groben Überblick, wie hoch das Prozessrisiko für dich ausfällt und wie du weiter vorgehen solltest. Eine Erstberatung ist meist auch nicht teuer. Es liegt jedoch an dir, dich bei deinem Anwalt über die Kosten für die Erstberatung zu informieren.

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Kosten

Wer muss die Kosten für das Unfallgutachten zahlen?

Das hängt von deiner Rolle im Verkehrsunfall ab. Bist du Geschädigter und erkennt der Schädiger seine Schuld an, übernimmt seine Haftpflichtversicherung die Kosten für das Unfallgutachten. Bist du hingegen der Schädiger -also derjenige, der den Unfall verursacht hat- und möchtest dein eigenes Auto begutachten lassen, ist dies ein Fall für deine Kasko-Versicherung. Verfügst du über keinen Vollkasko-Schutz, trägst allein du die Kosten für das Gutachten. XXX

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Habe ich Anspruch auf ein Ersatzfahrzeug für die Dauer des Ausfalls?

Jein. Dies kommt auf den Einzelfall ein: Bist du unverschuldet in einen Verkehrsunfall geraten, besteht für dich ein Anspruch auf einen Mietwagen – aber nur unter der Voraussetzung, dass dein Auto auch tatsächlich nicht verkehrstauglich ist.

Für die gesamte Dauer der Reparatur

Zudem erhältst du einen Ersatzwagen für die gesamte Dauer der Reparatur. Und das selbst wenn dein Fahrzeug verkehrstauglich ist. Bei selbst verschuldeten Unfällen richtet sich dein Anspruch auf einen Ersatzwagen nach deiner Vollkasko-Versicherung. In vielen Fällen stellt dir deine Versicherung bei selbstverschuldeten Verkehrsunfällen keinen Ersatzwagen.

Autovermietung hilft dir weiter

In der Regel bieten kundenfreundliche Autovermietungen dir einen komfortablen Service und kontaktieren für dich die gegnerische Versicherung, um die Frage der Kostenübernahme abzuklären. So erhältst du für die Zeit, in der dein Fahrzeug beim Kfz-Sachverständigen steht oder sich zur Reparatur in einer Werkstatt befindet, einen Ersatzwagen. Doch auch hier gilt es eine Ausnahme zu beachten: Sollte sich das Prozedere des Gutachtens und deiner Entscheidung darüber, ob das Fahrzeug nun wirklich repariert werden soll, und dem eigentlichen Aufenthalt in der Werkstatt zeitlich in die Länge ziehen, stellen sich viele Versicherungen quer. Sie übernehmen dann nur einen Teil der Mietwagenkosten. Den Rest musst du selbst tragen.

So manche Versicherung möchte dir keinen Ersatzwagen gönnen

Und wie so oft, gibt es auch hier einige problematische Konstellationen. Sollte die gegnerische Versicherung beispielsweise noch keine Entscheidung darüber getroffen haben, ob sie den Schaden regulieren wird, hast du aus Sicht der Versicherung auch noch keinen Anspruch auf die Kostenübernahme für einen Mietwagen. An dieser Stelle müsstest du dann in Vorleistung treten und die Mietwagenkosten aus eigener Tasche zahlen. Dieses Vorgehen birgt für dich dann das Risiko, dass die Versicherung am Ende gegen eine Übernahme der Kosten mauern könnte und du die Mietwagenkosten nicht erstattet bekommst. 😡
In jedem Falle ist es daher ratsam, sich mit der gegnerischen Versicherungen in Verbindung zu setzen und ihr Einverständnis einzuholen. Oder frage gleich einen unserer Gutachter. Wir helfen dir garantiert weiter!
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Ich kann aufgrund des Verkehrsunfalles aktuell nicht arbeiten: Wer trägt die Kosten?

Besonders traurig ist es, wenn bei einem Verkehrsunfall über den klassichen Blechschaden hinaus auch Menschen zu Schaden kommen.
Bist du in einem Unternehmen oder Betrieb beschäftigt, ist anfangs dein Arbeitsgeber gesetzlich dazu verpflichtet, den Lohn trotz Arbeitsausfall für sechs Wochen fortzuzahlen. Erst hiernach trifft den Unfallverursacher eine Schadensersatzpflicht: Dann muss dieser deinen Verdienstausfall erstatten. Für gewöhnlich übernimmt die Versicherung des Verursachers dann die Kosten – sofern er nicht fahrlässig handelte.
In einigen Fällen kann es auch vorkommen, dass dein Arbeitgeber den Verdienstausfall gegenüber dem Schädiger geltend macht.
Auch an dieser Stelle raten wir dir, immer einen Rechtsanwalt einzuschalten. Dieser kennt die Fallstricke und weiß genau, welche Schadensersatzansprüche dir zustehen und kann deren Umfang präzise berechnen.

Selbstständig und arbeitsunfähig?

Du bist selbstständig? Dann bedarf es eines größeren Aufwands um den Verdienstausfall geltend machen zu können. Denn dann musst du nachweisen, dass du tatsächlich einen Auftrag oder ein Projekt hattest, an dem du gearbeitet hast oder dass du die Arbeit bald beginnen wolltest.
Hierfür wirst du sehr wahrscheinlich Verträge oder andere Dokumente vorlegen, die belegen, dass du tatsächlich von jemandem beauftragt wurdest.
In einem zweiten Schritt musst du dann nachweisen, in welcher Höhe dir durch deine Verletzungen Einkünfte entgangen sind. Die Erfahrung zeigt: An dieser Stelle geht es meistens vor Gericht, da sich viele Versicherungen gegen Forderungen von Selbstständigen zu schützen versuchen.

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