Die H-Saison beginnt

Liebe AutoErlebniswelt Freund,

es ist wieder soweit, die H-Saison beginnt.
Hier haben wir wertvolle Expertentipps für Euch zum Thema Oldtimer.

Das H-Kennzeichen für Oldtimer
Da wir, das Team der AutoErlebniswelt TÜ Taunus, immer häufiger zum Thema „Oldtimer und H-Kennzeichen“ von Euch angesprochen werden, möchten wir Euch heute einen kleinen Einblick in das Thema „H-Kennzeichen“ geben.
Laut Kraftfahrtbundesamt ist zum 01. Januar 2017 der Bestand an Fahrzeugen, welche mindestens 30 Jahre alt sind, auf knapp eine halbe Million (493.659) angestiegen. Davon tragen mittlerweile rund 350.000 ein historisches Kennzeichen.
Das H-Kennzeichen wurde bereits im Juli 1997 zur „Pflege des kraftfahrzeugtechnischen Kulturguts“ eingeführt und räumt Haltern erhaltenswerter Fahrzeuge eine Reihe von Vorteilen ein:
Die KFZ-Steuer für Fahrzeuge mit H-Kennzeichen beträgt pauschal 191,73 € pro Jahr (Motorräder 46,02 €), unabhängig von der Schadstoffklasse oder des Hubraums.


Das H-Kennzeichen ist ganzjährig gültig.

Das Fahrzeug kann uneingeschränkt und zu jeder Zeit bewegt werden.
Das Befahren von Umweltzonen ist auch ohne Feinstaubplakette erlaubt.
Jedoch hat der Gesetzgeber hieran einige Voraussetzungen geknüpft, welche Ihr für eine Ummeldung zum Oldtimer erfüllen müsst. Im Allgemeinen können diese Anforderungen in fünf Punkte unterteilt werden:

1.Euer Fahrzeug muss vor mindestens 30 Jahren (taggenau) zugelassen worden sein.
2.Alle Hauptbaugruppen (wie Karosserie, Fahrwerk, Motor, Getriebe, Innenausstattung,…) Eures Oldtimers müssen sich im Originalzustand befinden. Auf evtl. vorhandene Änderungen oder Umbauten geht Punkt 3 näher ein. Waren in der Vergangenheit Unfallreparaturen oder Instandsetzungsarbeiten notwendig, dürfen diese nicht mehr offensichtlich sein.
3.Etwaige Änderungen, also Abweichungen vom Originalzustand, müssen gesondert beurteilt werden. Wurden sie nachweislich innerhalb der ersten zehn Jahre nach Erstzulassung an Eurem Fahrzeug durchgeführt, werden sie in der Regel akzeptiert. Selbstverständlich sind auch später vorgenommene Modifikationen möglich, wenn sie „zeitgenössisch“ sind und innerhalb der ersten 10 Jahre hätten stattfinden können. Als positives Beispiel gelten Nachbauten von Sportlenkrädern oder Felgen (mit amtlichen Gutachten!). Ein Golf I aus den 70er Jahren mit einem modernen TDI-Motor könnte hingegen kein H-Kennzeichen bekommen.
Eine weitere zulässige Ausnahme bilden Verbesserungen der Sicherheit Eures Oldtimers (beispielsweise die Umrüstung einer Einkreis- auf eine Zweikreisbremsanlage) oder des Umweltverhaltens, wie die Nachrüstung eines Katalysators.
4.Für die Zuteilung eines H-Kennzeichens muss sich Euer Fahrzeug in einem „erhaltungswürdigen Zustand“ befinden. Selbstverständlich kann auch ein gepflegtes Auto in 30 oder mehr Jahren leichte Gebrauchsspuren („Patina“) aufweisen, jedoch sollte es sich deutlich von einem gebrauchten oder gar verbrauchten alten Fahrzeug unterscheiden.
5.Der letzte, aber nicht weniger bedeutsame Punkt ist die Forderung des Gesetzgebers nach einem mängelfreien Zustand im Sinne der StVZO, das heißt, das Gutachten zur Erlangung des „H-Kennzeichens“beurteilt nicht nur die Originalität Eures Oldtimers, sondern umfasst auch eine Prüfung im Umfang einer Hauptuntersuchung, welche ohne erkennbare Mängel abzuschließen ist.

 

 

Der Lohn des ganzen Aufwands ist, neben den oben genannten Vorteilen, ein anerkannter Oldtimer mit zwei Jahren „TÜV“ und die Möglichkeit für Euch zu einer günstigeren „Oldtimer-Versicherung“ zu wechseln.

Für ein hierfür möglicherweise erforderliches Oldtimer-Wertgutachten / -Kurzgutachten stehen wir Euch sehr gerne zur Verfügung.

Wir hoffen, wir konnten Euch einen ersten Überblick zum Thema „Oldtimer und H-Kennzeichen“ verschaffen und freuen uns darauf, Euch auch weiterhin beratend zur Seite zu stehen.

 

Wir wünschen allen eine gute Fahrt.
Wenn Ihr noch weitere Fragen habt, wendet Euch sehr gerne an uns.

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