Elektromobil unterwegs! Was sich für Autofahrer ändert

Die Straße von morgen gehört dem Elektroauto. Daran zweifeln immer weniger Verbraucher. Für Autofahrer bedeutet der elektromobile Umstieg allerdings nicht allein den Wechsel von Sprit zu Strom, sondern auch einige Veränderungen im Nutzungs- und Fahrverhalten.
Welche genau, zeigen wir Dir hier.

Vorsicht am Gas

Vorsicht beim Umgang mit dem Gaspedal. Beim E-Auto ist das volle Drehmoment nämlich sofort verfügbar und damit auch die Beschleunigung, je nach Leistung, mitunter deutlich höher. Der umgekehrte Effekt tritt auf, wenn der Fuß vom Gas genommen wird. Dann bremst das Fahrzeug spürbar ab und das vom Benziner gewohnte Ausrollen ist nur bedingt gegeben. Auch, weil das Elektroauto hierbei die Bewegungsenergie aufnimmt, wieder in Strom wandelt und in den Akku leitet. Ein positiver Rückgewinnungseffekt also, den erfahrene E-Autofahrer durchaus bewusst nutzen. Durch das Spiel mit dem Gaspedal bleibt die Bremse in Elektroautos übrigens häufig ungenutzt – was diese wiederum schont.

Schnellladestationen statt konventionelle Steckdosen

Eine Routine, die sich E-Mobilisten schnell zu eigen machen: Wird das Auto abends abgestellt, hängt man es zum Laden an die Steckdose. Viele Nutzer, das zeigt die Praxis, laden ihren Stromer, wenn möglich, auch während der Arbeit. Die Dauer hängt von der jeweiligen Ladetechnik ab. An der konventionellen Steckdose kann sich ein kompletter Ladevorgang schon mal bis zu zehn Stunden hinziehen. Schnellladestationen “betanken” einen Stromer dagegen schon in einer halben Stunde.

Besonderheiten beim Abschleppen von Elektroautos

Wer mit seinem Elektroauto mal liegenbleibt, sollte es nicht einfach per Seil oder Stange abschleppen. Denn: Der über die Antriebsachse erzeugte Strom kann die Elektronik beschädigen. Beim Abschleppen sollte die Antriebsachse also keinen Straßenkontakt haben. Mit dem E-Auto ein anderes Fahrzeug abzuschleppen, ist hingegen problemlos möglich.

Vor- und Nachteile von Elektroautos

Nicht nur beim Prinzip “Laden statt Tanken” sowie durch eine sechsjährige Kfz-Steuerbefreiung können e-mobile Umsteiger sparen, auch die Wartungskosten sind spürbar niedriger. Technologiebedingt entfällt bei der Inspektion zum Beispiel der sonst übliche Ölwechsel. Im Schnitt, dürften die Wartungskosten für ein E-Auto um 20 bis 30 Prozent unter denen eines vergleichbaren Verbrenners liegen. Die Kosten pro Fahrtkilometer halbieren sich, selbst beim derzeit eher hohen Strompreisniveau, gegenüber Benzin und Diesel.

Abstriche müssen E-Autofahrer neben den höheren Anschaffungskosten nach wie vor bei der Reichweite machen. Stromer der aktuellen Generation kommen im Stadtverkehr auf stabile Reichweiten zwischen 300 und 500 Kilometer. Auf der Langstrecke, sprich Autobahn, fällt das Maximum jedoch deutlich geringer aus. Die Versorgung mit Ladestationen ist in Ballungszentren mittlerweile gut, auf dem Land und entlang der Autobahnen hingegen ausbaufähig. Diesbezüglich stehen jedoch bereits diverse Initiativen in den Startlöchern.