Oldtimerwartung – Motoren an und Ohren auf!

Noch ist die Saison der ca. 350.000 Oldtimer hierzulande nicht zu Ende – goldene Herbsttage sorgen für prächtige Ausfahrten – da denkt kaum einer von Euch ans Einmotten für den Winter. Waschen, abklemmen, Haube drüber? Nicht nur! Historische Technik verlangt nach mehr. Alle paar Jahre solltet Ihr genauer hinschauen und -hören, bevor es in die Winterpause geht. Werden neue Teile wie Stoßdämpfer oder spezielle Flüssigkeiten wie Getriebeöl benötigt, solltet Ihr Euch jetzt schon darum kümmern.

Stoßdämpfer, Getriebeöl, Hohlräume sind Punkte, die Ihr als Oldtimerfahrer alle paar Jahre genauer unter die Lupe nehmen solltet. Die letzten Ausfahrten der Saison eignen sich prima dafür, Eure Technik im Fahrbetrieb genauer zu betrachten.

Sind die Stoßdämpfer dicht und ist die Straßenlage wie gewohnt?
Lässt sich das Getriebe einwandfrei schalten?
Gibt es ungewöhnliche Geräusche?

Die Suche nach passenden Ersatzteilen oder geeigneten Schmierstoffen kann schließlich eine Weile in Anspruch nehmen. Fürs Überprüfen der Hohlräume lohnt sich unter Umständen ein Hohlraumendoskop. Auch die Elektrik steht auf der besonderen Pflegeliste: Gerade wenn Euer Wagen selten bewegt wird, sorgt ein Gerät zur Ladungserhaltung für ausreichend Spannung und somit für die richtige Pflege der Batterie – auch während der Saison.

 

Dämpfer:

Alle zwei bis drei Jahre gilt es, sich den Stoßdämpfern näher zu widmen. Schließlich sorgen sie für die richtige Bodenhaftung und kurze Bremswege. Dazu überprüft Eure Dämpfer auf Dichtheit. Sind sie undicht, müssen Neue her – paarweise versteht sich. Wer ganz sichergehen will, ob Federung und Fahrwerk einwandfrei funktionieren, fährt am besten mit seinem Lieblingsauto zum Stoßdämpfertest in unsere Prüfstellen, oder in eine Fachwerkstatt.

Schmieren:

Frisches Öl schützt den Motor. Auch wenn das Wechselintervall längst nicht erreicht ist, lohnt sich die Investition vor dem Winter. Im Laufe des Betriebs bilden sich Säuren und andere aggressive Stoffe im Öl, die Metallteile und Dichtungen angreifen. Echte Oldtimer kommen mit dünnen Ölen wie 0W-30 schlecht zurecht und ältere Dichtungsmaterialen leiden oft unter synthetischem Schmierstoff.

Achtet auf die richtige Ölsorte und die korrekte Füllmenge! Die Kontrolle der Ölstände in Getriebe und Achsantrieb und das Auffüllen auf den korrekten Stand mit dem richtigen Öl stellt sicher, dass alle Zahnräder und Lager selbst während des Stillstands im Winter optimal versorgt sind.

Rost:

Alle paar Jahre solltet Ihr als Oldtimer-Besitzer die Hohlraumversiegelung Euers Oldies akribisch untersuchen. Das gilt besonders für Fahrzeuge mit selbsttragender Karosserie, also für die meisten Nachkriegsfahrzeuge. Aber auch ältere Fahrzeuge in Rahmenbauweise haben Hohlräume. Die Versiegelung muss unbeschädigt und intakt sein, sonst drohen Korrosion und kostspielige Reparaturen.

Laden:

Empfehlenswert für die Batteriepflege Eures Oldtimers sind Ladegeräte, die den Ladezustand automatisch prüfen und nur bei Bedarf tätig werden. Das erspart die lästige Überwachung. Solche Geräte können ständig am Netz sein und angeschlossen bleiben. Der Energieverbrauch ist dabei im Gegensatz zu älteren Ladern sehr gering.

 

Wir wünschen allen eine gute Fahrt.
Wenn Ihr noch weitere Fragen habt, wendet Euch sehr gerne an uns.

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