FAQ (Frequently Asked Questions - häufig gestellte Fragen)

Der § 10 (4) FZV erlaubt die Fahrt zur Hauptuntersuchung auch ohne Zulassungsplakette.

Dies ist allerdings an gewisse Bedingungen geknüpft:

- Die Fahrt muss innerhalb des Zulassungsbezirks oder eines angrenzenden Bezirks sein

- Das verwendete Kennzeichen muss vorab zugeteilt sein oder es muss eine Reservierung nach § 14 (1) Satz 4 FZV bestehen

- Die Fahrt muss von der Kfz-Haftpflichtversicherung erfasst sein

Dies gilt für alle Fahrten, die im Zusammenhang mit dem Zulassungsverfahren stehen.

Merkmale der Plakette:

Auf dem hintern Nummernschild Ihres Kraftfahrzeuges befindet sich eine runde Plakette.

Dieser Plakette können Sie alle wichtigen Informationen entnehmen.

In diesem Beispiel müssen Sie im Dezember 2015 zur HU (Hauptuntersuchung).

- Zahlen am Rand: die nach oben zeigt gibt den Monat an, in dem die HU fällig ist.

- Zahlen in der Mitte: gibt das Jahr an, in dem die HU fällig ist.

- Des weiteren finden Sie den nächsten Prüfungstermin auch in Ihrem Fahrzeugschein.

Farben:

  • Rosa 2017,
  • Grün 2018,
  • Orange 2019,
  • Blau 2020,
  • Gelb 2021,
  • Braun 2022

Die Abfolge der Farben wiederholt sich alle sechs Jahre.

Bremsanlage
sicher stehen
---
u. a. Bremsscheiben
Bremsbeläge
Bremsschläuche u. Leistungen
ABS (Anti Blockier System);

Achse, Räder
den Dreh raus
---
u. a. Stoßdämpfer
Federn
Radlager
Führungs- u. Traggelenke;

Licht und Sicht
sehen und
gesehen werden
---
u. a. Scheinwerfereinstellung
Funktion
Verglassung (Risse u. Steinschläge);

sonstiges
rundum
Wohlfühlen

---
u. a. Umweltbelastung Ölverlust, Abgase)
Sicherheit (Airbag, Gurte)
Festigkeit der Bauteile

Seit dem 1. Juli 2012 wird in keinem Bundesland die Hauptuntersuchung zurückdatiert, wenn die Frist zur Vorführung überzogen wurde. Darum erhalten die Fahrzeuge bundesweit – auch bei überzogener HU – die volle Plakettenlaufzeit (Pkw und Motorräder z. B. 24 Monate). Bei Überziehen der Vorführung zur Hauptuntersuchung um mehr als zwei Monate muss eine vertiefte Hauptuntersuchung durchgeführt werden, die 20 % mehr kostet, als die „normale“ HU.

Die HU darf grundsätzlich nicht überzogen werden. Der Fahrzeughalter ist für die Einhaltung der vorgegebenen Fristen verantwortlich. Vom Gesetzgeber wird das Überziehen der HU wie folgt geahndet:

Bei PKW, Motorrädern, leichten Anhängern (nicht sicherheitsprüfungspflichtigen Fahrzeugen):

Mehr als zwei Monate : 15 Euro

Mehr als vier Monate und bis zu acht Monaten : 25 Euro

Mehr als acht Monate : 60 Euro und 1 Punkt in Flensburg

Bei Nutzfahrzeugen, bei denen eine Sicherheitsprüfung vorgeschrieben ist:

Bis zu zwei Monate: 15 Euro

Mehr als zwei und bis zu vier Monate: 25 Euro

Mehr als vier und bis zu acht Monate: 60 Euro und 1 Punkt in Flensburg

Mehr als acht Monate: 75 Euro und 1 Punkt in Flensburg

Wenn bei der HU oder Sicherheitsprüfung erhebliche Mängel festgestellt wurden und Sie die einmonatige Nachprüffrist überschreiten, könnte Sie das ein Verwarnungsgeld von € 15,-- kosten.

Beim TÜV wird eine Überziehung der Nachprüffrist selbstverständlich nicht bestraft.

Verschiedenes

- Ist ein Typenschild vorhanden?

- Sind alle Spiegel intakt und an keiner Stelle "erblindet"?

- Ist die Frontscheibe ohne starke Kratzer oder Sprünge?

- Ist das vorgeschriebene Zubehör an Bord (Warndreieck, Verbandskasten und Warnweste)?

- Ist die Batterie richtig befestigt?

- Sind elektrische Leitungen im Motorraum verlegt/lose?

- Ist eine starke Rauchentwicklung zu beobachten?

- Zeigen sich ernsthaften An- und Durchrostungen

Licht

- Funktionieren sämtliche Leuchten beim Einschalten, die Beleuchtungs-Kontrolllampen im Armaturenbrett mit einbegriffen?

- Sind die Leuchtengehäuse unbeschädigt und die Reflektoren der Scheinwerfer nicht "erblindet"?

- Brennen alle Lampen hell und gleichmäßig stark?

Bremsen

- Rastet der Handbremshebel sicher ein und ist er leicht wieder zu lösen ?

- Ist die Handbremse vor dem oberen Anschlag des Hebels fest?

- Bleibt der Wagen beim scharfen Bremsen gut in der Spur?

- Greift die Fußbremse frühzeitig und kräftig?

Räder

- Weisen die Felgen und die Reifen keine Schäden auf?

- Ist das vorgeschriebene Mindestprofil von 1,6 Millimetern an allen Reifen vorhanden?

Tipps für den Verkäufer

- Lassen Sie sich den Führerschein des potentiellen Käufers zeigen, bevor Sie ihn eine Probefahrt machen lassen.

- Der Kaufpreis sollte möglichst bar entrichtet werden.

- Vereinbaren Käufer und Verkäufer Ratenzahlungen, so findet das Verbraucherkreditgesetz Anwendung.

Hierbei ist insbesondere zu beachten, dass der Käufer den Vertrag innerhalb einer Woche schriftlich widerrufen kann.

- Der Kfz-Brief sollte niemals vor der vollständigen Zahlung des Kaufpreise ausgehändigt werden.

- Informieren Sie umgehend nach dem Verkauf Ihre Kfz-Versicherung über den Verkauf des Fahrzeuges.

Tipps für den Käufer

- Machen Sie auf alle Fälle eine Probefahrt mit dem Fahrzeug.

Befristete Nummernschilder für stillgelegte Fahrzeuge erhalten Sie bei der Zulassungsstelle.

- Die Eintragungen in den Kfz-Papieren müssen mit den Fahrzeug übereinstimmen.

Überprüfen Sie hierbei beispielsweise die Fahrgestellnummer.

- Vereinbaren Sie, ob Zubehörteile (z.B. Reservekanister, Radio, Sitzauflagen,

Verbandskasten, Warndreieck ) im Kaufpreis enthalten sind.

- Sollte der Verkäufer nicht der Fahrzeughalter sein, lassen Sie sich eine Verkaufsvollmacht vorlegen.

- Melden Sie das Fahrzeug innerhalb von 3 Werktagen bei der Zulassungsstelle um.

Folgende Unterlagen müssen Sie hierzu mitbringen:

- Kfz-Brief oder Zulassungsbescheinigung Teil I

- Kfz-Schein oder Zulassungsbescheinigung Teil II

- Personalausweis

- Versicherungsdoppelkarte und Abmeldebestätigung, wenn dass Fahrzeug stillgelegt ist.

FahrzeugAbstand in Monaten-
 HUSP
Krafträder24-
   
PersonenkraftwagenHUSP
bei erstmals in den Verkehr genommenen PKW für die erste HU36-
weitere Untersuchungen24-
Personenkraftwagen zur Personenbeförderung nach dem Personenbeförderungsgesetz oder nach §1 Nr.4 Buchstabe d, g und i der Freistellungs-Verordnung12-
Krankenkraftwagen und Behinderten-Transportfahrzeuge
mit nicht mehr als 8 Fahrgastplätzen
12-
   
Kraftomnibusse und andere Kraftfahrzeuge

mit mehr als 8 Fahrgastplätzen

HUSP
bei erstmals in den Verkehr gekommenen Fahrzeugen
in den ersten 12 Monaten
12-
für die weiteren Untersuchungen von 12 bis 36 Monate
vom Tage der Erstzulassung an
126
für die weiteren Untersuchungen123/6/9
   
Kraftfahrzeuge, die zur Güterbeförderung bestimmt sind, selbstfahrende Arbeitsmaschinen, Zugmaschinen sowie alle zuvor nicht genannten FahrzeugeHUSP
mit einer bauartbestimmten Höchstgeschwindigkeit von nicht mehr als
40 km/h oder einer zulässigen Gesamtmasse <= 3,5t
24-
mit einer zulässigen Gesamtmasse > 3,5t <= 7,5t24-
mit einer zulässigen Gesamtmasse > 7,5t <= 12tHUSP
bei erstmals in den Verkehr gekommenen Fahrzeugen
in den ersten 36 Monaten
12 -
für die weiteren Untersuchungen126
mit einer zulässigen Gesamtmasse > 12tHUSP
bei erstmals in den Verkehr gekommenen Fahrzeugen
in den ersten 24 Monaten
12-
für die weiteren Untersuchungen126
   
Anhänger, einschließlich angehängte Arbeitsmaschinen und WohnanhängerHUSP
mit einer zulässigen Gesamtmasse < 0,75t oder ohne eigene Bremsanlage  
bei erstmals in den Verkehr gekommenen Fahrzeugen
für die erste Hauptuntersuchung
36-
für die weiteren Hauptuntersuchungen24-
die entsprechend § 58 für eine zulässige Höchstgeschwindigkeit von nicht mehr als 40 km/h gekennzeichnet sind, oder mit einer zulässigen Gesamtmasse > 0,75t <= 3,5t24-
mit einer zulässigen Gesamtmasse > 3,5t <= 10t12-
mit einer zulässigen Gesamtmasse > 10t  
bei erstmals in den Verkehr gekommenen Fahrzeugen
in den ersten 24 Monaten
12-
für die weiteren Untersuchungen126
Alle Angaben ohne Gewähr!  

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