Abgasuntersuchung – UMA

Die Abgasuntersuchung

Die ASU (Abgassonderuntersuchung) wurde am 1. April 1985 eingeführt und galt damals nur für KFZ mit Otto Motor.
Am 1. Dezember 1993 ersetzte die AU nach §47a StVZO die ASU. Seit dem 1. Januar 2010 ist die „Untersuchung des Motormanagements und Abgasreinigungssystems“ (UMA) Bestandteil der Hauptuntersuchung (HU) und ersetzt die AU. Aus diesem Grund entfällt seit dem 1.1.2010 die vordere „AU-Plakette“, da durch die bestandene HU auch die „AU“ bestätigt wird. Fahrzeuge mit Fremdzündungsmotor (Otto) müssen ab Erstzulassungsdatum 1.7.1969 die Abgase untersuchen lassen, Fahrzeuge mit Selbstzündungsmotor (Diesel) ab Erstzulassungsdatum 1.1.1977 und Motorräder ab 1.1.1989.

 

 

Seit 01. Januar 2018 – Endrohrmessung für jedes Fahrzeug

Auf Grund der neuen Richtlinie für Abgasuntersuchungen von Oktober 2017 gilt für jedes AU-pflichtige Kraftfahrzeug eine generelle Messung der Abgase am Endrohr. Die AU ohne Messung am Endrohr (sog. verkürztes Prüfverfahren), die für Fahrzeuge ab einer Erstzulassung von 01.01.2006 möglich war, entfällt somit. Um die Forderungen der neuen Richtlinie zu erfüllen, ist in den meisten Fällen mindestens eine Softwareaktualisierung der AU-Tester erforderlich. Für eine Abgasuntersuchung an Kraftfahrzeugen ab einer Erstzulassung nach dem 31.12.2005 und vorhandenem OBD-System sind nur noch AU-Tester mit Geräteleitfaden 5.01 zulässig. Krafträder sind von dieser Regelung ausgeschlossen und können mit den bisherigen Softwareständen weiterhin geprüft werden. Des Weiteren gibt es seit der Verkehrsblatt-Verlautbarung Nr. 194 vom 08.12.2017 eine Übergangsfrist. Demnach dürfen bei Fahrzeugen ab einer Erstzulassung von 01.01.2006 bis einschließlich der Euro (Stufe) 5/V und 5 der Geräteleitfaden der Versionen 4 zur Abgasuntersuchung verwendet werden. Dabei ist zu beachten, dass eine Endrohrmessung zwingend erforderlich ist und muss für die Übergangsfrist manuell eingeleitet werden.
 

Doch was bedeutet dies im Detail?

Änderungen zum Stichtag 01.01.2018

Seit dem 01.01.2018 ist bei jeder Abgasuntersuchung eine Endrohrmessung Pflicht, die Abfrage des OBD-Systems bleibt jedoch weiterhin bestehen. Abgelegte Fehler in der On-Board-Diagnose führen demnach weiterhin zu einem erheblichen Mangel und Nichtbestehen der AU, wodurch die Hauptuntersuchung als nicht bestanden gilt.

Die Abregeldrehzahl bei Kraftfahrzeugen muss, gemäß der neuen Richtlinie, im Stand ≥90% der Nenndrehzahl betragen, welche in der Zulassungsbescheinigung Teil I im Feld P.4 sowie im alten Fahrzeugschein unter der Ziffer 7 zu finden ist. Um bei einigen Dieselmotoren die geforderte Abregeldrehzahl bei der Abgasuntersuchung gewährleisten zu können, muss entweder eine eventuell vorhandene Standrehzahlbegrenzung aufgehoben werden, oder Informationen im AU-Gerät sowie der Hersteller- bzw. Fahrzeugsystemdaten hinterlegt werden.

Außerdem werden die bei der erweiterten Untersuchung des Motormanagements und Abgasreinigungssystems abgefragten Daten und Readiness-Codes im Prüfbericht angedruckt, haben jedoch keinerlei Auswirkung auf den weiteren Ablauf der Abgasuntersuchung.
 

Stellt sich nur noch die Frage: „Was ist mit den Stickoxiden?“

Da NOx hauptsächlich während des Fahrbetriebes (unter Last) entsteht und vorhandene Messverfahren keine zielführende Messung ergeben würden, besteht weiterhin keine Pflicht zur Messung von Stickoxiden bei der Abgasuntersuchung.

Änderungen zum Stichtag 01.01.2019

Ab dem 01.01.2019 sind für Personenkraftwagen, Lastkraftwagen sowie Busse der Euro 6 Stufe folgende Grenzwerte einzuhalten:

  • der CO-Sollwert im erhöhten Leerlauf wird auf 0,1% vol. abgesenkt
  • der Trübungswert bei Dieselmotoren wird auf 0,25m-1 abgesenkt

Änderungen zum Stichtag 01.01.2021

Ab dem 01.01.2021 wird erstmalig eine Prüfprozedur zur Überprüfung der Partikelanzahl bei Dieselmotoren bei der Abgasuntersuchung eingeführt. Hierfür werden dann jedoch entweder neue oder zusätzliche Abgasuntersuchungsgeräte benötigt.

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