Änderungsabnahme: Wann eine Eintragung erforderlich wird und was du beachten musst

Du möchtest neuen Ideen umsetzen und dein Fahrzeug baulich verändern? Dann musst du eine Änderungsabnahme durchführen lassen. In diesem Beitrag erklären wir dir, wann du diese benötigst und worauf du im Einzelfall achten solltest. Du hast weitere Fragen? Unser Team berät dich gerne und beantworte dir alle deine Fragen. Unverbindlich und kostenlos. Für diese Veränderungen brauchst du eine Änderungsabnahme (§ 19.3 StVZO) Ganz allgemein gilt: Die Änderungsabnahme muss durchgeführt werden, wenn entweder die in der Betriebserlaubnis genehmigte Fahrzeugart geändert wird, oder eine Gefährdung von Verkehrsteilnehmern zu erwarten ist oder das Abgas- oder-Geräuschverhalten verschlechtert wird. Daher erfordert die nachträgliche bauliche Veränderung an deinem Fahrzeug in folgenden Fällen garantiert eine Änderungsabnahme:

  • Tieferlegung
  • Spoiler
  • Sonderräder
  • Sportauspuff
  • Chiptuning
  • Folien an Seitenscheiben

Diese Liste ist nicht abschließend sodass auch in weiteren Fällen eine Änderungsabnahme erforderlich ist. Im Zweifelsfall klären dich unsere Sachverständigen auf und geben dir praktische Tipps, wie du deinen Umbau-Wunsch stressfrei gestalten kannst.

Warum brauche ich eine Änderungsabnahme?

Die Änderungsabnahme wird synonym auch mit Eintragung bezeichnet. Im Grund genommen stellt eine Eintragung sicher, dass die an deinem Fahrzeug vorgenommenen baulichen Veränderungen ordnungs- und vorschriftgemäß stattgefunden haben. Und die Betriebserlaubnis deines Fahrzeugs nicht erlischt. Es geht also um die Verkehrssicherheit, die hier von zentraler Bedeutung ist. Mit einer Eintragung führst du einen gesetzlich vorgeschriebenen Nachweis über die Verkehrstauglichkeit und Vorschriftsmäßigkeit deines Fahrzeuges und verhinderst den drohenden Verlust der Betriebserlaubnis.
Übrigens: Wir haben auch einen interessanten Beitrag zur Hauptuntersuchung: Erfahre jetzt mehr über den TÜV (HU).

Eintragung: Welche Dokumente muss ich mitbringen?

Du kannst dich auf eine reibungslose Änderungsabnahme vorbereiten, indem du zur Vorführung deines umgebauten Fahrzeugs wichtige Unterlagen und Dokumente mitbringst. Das spart Zeit und Geld. Und diese Unterlagen sind wichtig:

  • Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil I)
  • Weitere Dokumente, die den eingebauten Teilen beigelegt wurden, zum Beispiel:
    1. ABE (Allgemeine Betriebserlaubnis §22)
    2. ABG (Allgemeine Bauartgenehmigung §22a)
    3. EG-Typgenehmigung oder ECE-Genehmigung
    4. EWG-Bauartgenehmigung
    5. EWG-Betriebserlaubnis
    6. Teilgutachten (TGA)

Bitte beachte: Sind die oben aufgeführten Dokumente nicht im Lieferumfang deines Änderungsteils enthalten, ist das verwendete Bauteil für dein Fahrzeug nicht zugelassen. Und das wäre sehr ärgerlich, weil dann die Betriebserlaubnis deines Fahrzeugs erlischt. Aber keine Sorge: Mit einer Einzelabnahme nach § 19.2 in Verbindung mit § 21 StVZO können solche Änderungsteile dennoch verwendet werden. Hierzu erfährst du mehr im folgenden Absatz.

Keine Dokumente zur Erlaubnis oder Genehmigung vorhanden?

Gegebenenfalls ist das von dir eingebaute Teil nicht für dein Fahrzeug zugelassen, weil die weiter oben aufgelisteten Dokumente und Unterlagen nicht im Lieferumfang enthalten sind. Dann musst du zu einer Technischen Prüfstelle, um dort prüfen zu lassen, ob das verbaute Teil für den Einbau an deinem Fahrzeug überhaupt geeignet ist. Kann diese Frage durch einen amtlich anerkannten Sachverständigen positiv beantwortet werden, erstellt dieser hierüber ein Gutachten. Mit diesem Gutachten stellt die Zulassungsbehörde schließlich eine Einzelbetriebserlaubnis (EBE) aus.

TÜ Taunus: Sachverständige für Änderungsabnahmen

Du möchtest eine Abnahme für verbaute Teile vornehmen oder hast zu dieser noch offene Fragen? Rufe uns an und lass dich beraten. Unsere Erstberatung ist vollkommen kostenlos.

☎ 06172 98 97 50 für Oberursel (Taunus)
☎ 06108 82 23 70 für Mühlheim am Main