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Technik Informationen

- Ottokraftstoff E10

Aktuell dürfen bis zu 5% Bioethanol im Kraftstoff sein (E5) und nun kommt zusätzlich der neue Kraftstoff E10, der bis zu 10% Bioethanol enthalten darf. Problematisch ist, dass dieser neue Kraftstoff nicht für alle Fahrzeugmodelle geeignet ist.

 

Die DAT - Deutsche Automobil Treuhand GmbH hat im Auftrag der Fahrzeughersteller/-importeure die Broschüre "E10-Verträglichkeit von Kraftfahrzeugen" erarbeitet. Diese gibt Auskunft, welche Modelle E10-verträglich nach E DIN 51626-1, Ausgabe November 2010 sind.

 

http://www.dat.de/e10liste/e10vertraeglichkeit.pdf

 

Natürlich geben auch genauso die Fahrzeughersteller sowie die Händler Auskunft.

 

Technik

 

E10 kann bei hohem Druck und hohen Temperaturen, was bei dem Verbrennungsprozess nicht auszuschließen ist, unter Alkoholatbildung korrosiv auf Aluminium wirken. Das weitere Problem hierbei ist, dass eine einmal begonnene Korrosion, welche schon beim ersten Tanken von E10 ausgelöst werden kann, nicht mehr aufzuhalten ist.

Dazu kommen noch Probleme bedingt durch die Lösungseigenschaften von Ethanol bei anorganischen Materialien. Auch kann die Verträglichkeit von Schläuchen und Dichtungen im Kraftstoffsystem bedenklich sein.

Energie

 

Bioethanol hat einen 35% geringeren Energiegehalt im Gegensatz zu fossilem Ottokraftstoff, somit wird mit der Zumischung von mehr Bioethanol der Energiegehalt des Komplettgemisches entsprechend heruntergesetzt. Dieser geringere Energiegehalt lässt den Verbrauch um ca. 3% steigen.

Gesetzliche Grundlage

 

Die EU-Mitgliedsstaaten müssen bis Ende 2010 den E10 Kraftstoff einführen. Grundlage hierfür ist die Richtlinie 2009/30/EG vom 23.April 2009 zur Änderung der EU-Kraftstoffqualitiätsrichtlinie 98/70/EG.

In Deutschland erfolgt die Umsetzung im Rahmen des 9. Gesetzes zur Änderung des Bundesimmissionsschutzgesetztes und der Verordnung zur Einführung von E10-Kraftstoff sowie zur Rechtsbereinigung im Bereich Beschaffenheit und Auszeichnung der Qualitäten von Kraft- und Brennstoffen (10. BImSchV).

Bestandsschutz

 

Nicht E10 taugliche Fahrzeuge erhalten weiterhin auch Super E5 an jeder Tankstelle die E10 anbietet. Dies ist per Verordnung festgesetzt und zwar zeitlich unbefristet. Die EU hingegen verlangt nur ein verpflichtendes Anbieten bis 2013.

Quelle: Bundesumweltminister Röttgen in der ADAC Motorwelt 12/2010, ADAC

Umwelt

 

Fossile Kraftstoffe (aus Erdöl) setzen CO2 bei der Verbrennung frei. Pflanzliche Kraftstoffe nehmen beim Wachstum der Pflanze genauso viel CO2 auf wie bei der späteren Verbrennung wieder frei gesetzt wird. Somit steht unter dem Strich theoretisch eine Null. Theoretisch, da beim Anbau der Pflanzen noch fossile Brennstoffe verbraucht werden. Weiter werden durch die Verwendung von Biosprit die begrenzten Erdölvorräte geschont.

 

Es werden aber auch schon Stimmen laut die behaupten, dass durch die größeren Anbauflächen für Pflanzen zur Herstellung von Kraftstoff weniger Anbauflächen für Pflanzen zum Essen in der Dritten Welt übrig bleiben.

 

Quelle: RTL Nachtjournal vom 30.12.2010

 

- Technikinfos Reifen:

Die Unfallstatistiken zeigen, dass Schäden an der Bereifung die häufigste Unfallursache darstellen.

Deshalb wird bei der Hauptuntersuchung besonders auf Schäden an der Bereifung geachtet.

 

- Beschädigungen durch äußere Einflüsse (z.B. Beschädigungen bis auf die Karkasse)

- Schwächung durch Alterung (z.B. Alterungsrisse)

- Richtige Rad- / Reifenkombination, zugelassen laut Fahrzeugschein / Zulassungsbescheinigung

- ausreichende Profiltiefe (mindestens 1,6 mm laut Gesetz in den Hauptprofilrillen)

 

 

Reifenkennzeichnungen:

Die Kennzeichnung erfolgt nach diesem Schema:

 

195

 

195

 

195

 

195

 

195

 

195

/

 

/

 

/

 

/

 

/

 

/

65

 

65

 

65

 

65

 

65

 

65

R

 

R

 

R

 

R

 

R

 

R

15

 

15

 

15

 

15

 

15

 

15

91

 

91

 

91

 

91

 

91

 

91

H

 

H

 

H

 

H

 

H

 

H

H Reifennennbreite (in mm)

 

Höhen- Breitenverhältnis (in %)

 

Bauart (in diesem Fall Radial)

 

Felgenmaß oder Reifeninnenmaß (in Zoll)

 

Tragfähigkeitssymbol (Lastindex)

 

Geschwindigkeitssymbol (Speedindex)

Lastindex Tragfähigkeit des Reifens (LI = Loadindex)

Der Lastindex gibt Auskunft über die Tragfähigkeit eines Reifens.

 

Beispiel: LI 91 = 615 kg

 

Die folgende Tabelle zeigt den Lastindex und die dazugehörige Tragfähigkeit in kg:

LI

 

50

 

51

 

52

 

53

 

54

 

55

 

56

 

57

 

58

 

59

 

60

kg

 

190

 

195

 

200

 

206

 

212

 

218

 

224

 

230

 

236

 

243

 

250

LI

 

61

 

62

 

63

 

64

 

65

 

66

 

67

 

68

 

69

 

70

 

71

kg

 

257

 

265

 

272

 

280

 

290

 

300

 

307

 

315

 

325

 

335

 

345

LI

 

72

 

73

 

74

 

75

 

76

 

77

 

78

 

79

 

80

 

81

 

82

kg

 

355

 

365

 

375

 

387

 

400

 

412

 

425

 

437

 

450

 

462

 

475

LI

 

83

 

84

 

85

 

86

 

87

 

88

 

89

 

90

 

91

 

92

 

93

kg

 

487

 

500

 

515

 

530

 

545

 

560

 

580

 

600

 

615

 

630

 

650

LI

 

94

 

95

 

96

 

97

 

98

 

99

 

100

 

101

 

102

 

103

 

104

kg

 

670

 

690

 

710

 

730

 

750

 

775

 

800

 

825

 

850

 

875

 

900

LI

 

105

 

106

 

107

 

108

 

109

 

110

 

111

 

112

 

113

 

114

 

115

kg

 

925

 

950

 

975

 

1000

 

1030

 

1060

 

1090

 

1120

 

1150

 

1180

 

1215

LI

 

116

 

117

 

118

 

119

 

120

 

 

 

 

 

 

kg

 

1250

 

1285

 

1320

 

1360

 

1400

 

 

 

Die Traglast des Reifens ist bei V, ZR, W und Y-Reifen abhängig von der Geschwindigkeit!!

Geschwindigkeitsindex (Speedindex)

Der Speedindex gibt Auskunft über die maximal zulässige Geschwindigkeit des Reifens.

Ein höherer Speedindex als in den Fahrzeugpapieren angegeben ist problemlos, er darf aber niemals kleiner als angegeben sein.
Bei Winterreifen muss bei der Unterschreitung des Speedindex ein Geschwindigkeitsschild sichtbar im Sichtfeld des Fahrers angebracht sein.

 

Die folgende Tabelle zeigt die Geschwindigkeitssymbole mit der dazugehörigen zulässigen Höchstgeschwindigkeit:

 

Geschwindigkeits-Index

 

N

 

P

 

Q

 

R

 

S

 

T

 

U

 

H

 

V

 

W

 

Y

 

ZR

Zulässige Höchstgeschwindigkeit in km/h

 

140

 

150

 

160

 

170

 

180

 

190

 

200

 

210

 

240

 

270

 

300

 

über 240

Reifenhersteller legt Höchstgeschwindigkeit fest

- Steinschläge in Windschutzscheiben

Steinschläge im Sichtfeld des Fahrzeugführers dürfen nicht repariert werden und zählen bei der Hauptuntersuchung als erheblicher Mangel. Das Sichtfeld (bei PKW und anderen Fahrzeugen bis zu einem zul. Gesamtgewicht von 3,5 t) ist folgendermaßen definiert:

 

Mittig vom Lenkrad ein 29 cm breiter Streifen (etwa DIN A4 Blatt quer), der nach oben und unten durch das Scheibenwischerfeld begrenzt wird.

- Tagfahrleuchten PKW

Die eigentliche Idee bei Tagfahrleuchten ist, dass Fahrzeuge besser erkannt werden. Bei Motorrädern ist es schon lange Pflicht auch am Tag mit Abblendlicht zu fahren. Nun ist nicht alles was leuchtet als Tagfahrleuchte geeignet. Allem vorweg benötigt eine Tagfahrleuchte - wie auch jede andere Leuchte - eine Zulassung. Diese Zulassung ist in Form eines E-Prüfzeichens mit Kennung RL auf der Leuchte angebracht.

 

Tagfahrleuchten dürfen am Tag bei Sichtbedingungen, die das Einschalten der vorgeschriebenen Fahrzeugbeleuchtung (Scheinwerfer) nicht erfordern, benutzt werden.

 

Die elektrische Schaltung:

Tagfahrleuchten müssen sich selbsttätig mit der Zündung einschalten und automatisch ausschalten, wenn die Scheinwerfer eingeschaltet werden. Wenn die Tagfahrleuchten eingeschaltet sind, dürfen Begrenzungsleuchte, Schlussleuchte

und Beleuchtungseinrichtung für das hintere Kennzeichen nicht eingeschaltet sein.

(Anbau nach ECE-R 48 Änderungsserie 03: Auch mit Begrenzungsleuchte, Schlussleuchte und Kennzeichenleuchte möglich.)

 

Anbaulage:

Zwei Leuchten symmetrisch an der Fahrzeugfront.

Mindesthöhe: 25cm

Maximalhöhe: 150cm

Mindestabstand zueinander: 60cm

(40cm wenn die Gesamtbreite des KFZ kleiner als 130cm ist)

(Maximal 40 cm vom äußersten Punkt des Fahrzeugumrisses bei gleichzeitiger Benutzung als Begrenzungsleuchte. Zusätzliche Kennung A)

 

- Tagfahrleuchten Kraftrad

Den §17 Abs. 2a kennen womöglich alle Motorradfahrer: „Krafträder müssen auch am Tage mit Abblendlicht fahren.“ Genau dieser Paragraph hat sich nun zum 01.04.2013 geändert:„Wer ein Kraftrad führt, muss auch am Tag mit Abblendlicht oder eingeschaltetem Tagfahrlicht fahren. Während der Dämmerung , bei Dunkelheit oder wenn die Sichtverhältnisse es sonst erfordern, ist Abblendlicht einzuschalten.“

 

Dies bedeutet, dass nun die Anbauvorschriften der ECE-R 53 für Deutschland einen Sinn ergeben, denn die Schaltung ist weiterhin: Ist das Abblendlicht an, so muss das Tagfahrlicht aus sein. So durfte zum Beispiel nach der alten Verordnungslage ein Tagfahrlicht montiert werden, jedoch nicht benutzt werden.

 

Die Tagfahrleuchte muss sich automatisch mit der Zündung einschalten und selbstständig mit Einschalten des Abblendlichts ausschalten. Wenn die Tagfahrleuchte eingeschaltet ist, so dürfen Begrenzungsleuchte, Schlussleuchte und Kennzeichenleuchte nicht eingeschaltet sein.

 

Anbaulage:

Mindesthöhe: 25cm

Maximalhöhe: 150cm jedoch nicht höher als Scheinwerfer für Abblendlicht

Mindestabstand zueinander: entweder eine Leuchte in Mitte oder zwei Leuchten symmetrisch zur Mitte (Abstand zwischen den leuchtenden Flächen max. 24cm)

- „Kleinigkeiten“ die es uns verbieten eine Plakette zuzuteilen:

Der Gesetzgeber gibt in vielen Fällen vor wie ein Mangel einzustufen ist. Als erheblich zählen Mängel, die auf Abweichungen von den Vorschriften und den hierzu ergangenen Richtlinien beruhen; das sind auch Mängel, die eine Verkehrsgefährdung erwarten lassen.

 

Folgende Mängel sind - für Viele unverständlicherweise - erhebliche Mängel, obwohl diese für den Kunden als "Kleinigkeiten" betrachtet werden. Jedoch diese „Kleinigkeiten“ verbieten uns eine Plakette zuzuteilen:

 

Zum Beispiel:

 

- Steinschlag im Sichtfeld des Fahrzeugführers oder ein Riss in der Windschutzscheibe (Link zum Artikel bitte anklicken)

 

- Scheibengravuren oder auch die vorderen Seitenscheiben mit Tönungsfolie beklebt

 

- Leuchtweitenregulierung ohne Funktion (Fahrzeuge ab Erstzulassungsdatum 1.1.1990 benötigen eine manuelle oder automatische LWR)

 

- Scheinwerfereinstellung (auch Nebelscheinwerfer) zu hoch, zu niedrig oder auch die Birne verdreht

 

- Kontrollleuchte ohne Funktion oder erlischt nicht
- (z.B. ABS, ESP und Airbag - wenn jeweils vorhanden - müssen beim Einschalten der Zündung kurz aufleuchten und anschließend erlischen)

 

- Umrüstung von Halogen- auf Xenonscheinwerfer ohne Gutachten

 

Wichtig: Dies sind nicht alle erheblichen Mängel.



- Tempo 100-Regelung bei Anhängern

Unter bestimmten Voraussetzungen beträgt die zulässige Höchstgeschwindigkeit von Kombinationen aus PKW mit Anhänger (oder mehrspurigem Zugfahrzeug mit zGG bis zu 3,5 t und Anhänger) auf Kraftfahrstraßen 100 km/h (abweichend von der StVO).

 

Anforderungen:

 

Kombination:

Stützlast ist der kleinere Wert aus den Stützlasten des Zugfahrzeugs und des Anhängers

 

Zugfahrzeug:

ABV (ABS), bei Kraftomnibus Zulassung für 100 km/h

 

Anhänger:

100 km/h Eignung

und Reifenalter < 6 Jahre, Geschwindigkeitsindex der Reifen min. „L“ (bis 120 km/h)

Zul. Gesamtmasse Anhänger < X mal Leermasse des Zugfahrzeugs

 

Faktor X für das Masseverhältnis:

 

0,3 alle Anhänger ohne Bremse oder mit Bremse, aber ohne hydr. Schwingungsdämpfer

 

0,8 Wohnanhänger mit starrem Aufbau und hydr. Schwingungsdämpfer

 

1,0 Wohnanhänger mit starrem Aufbau und hydr. Schwingungsdämpfer und Stabilisierungseinrichtung*

 

1,1 alle anderen Anhänger mit hydr. Schwingungsdämpfer,

wenn das zul. Gesamtgewicht des Anhängers kleiner oder gleich dem zul. Gesamtgewicht

des Zugfahrzeugs und der zul. Anhängelast ist

 

1,2 alle anderen Anhänger mit hydr. Schwingungsdämpfer und Stabilisierungseinrichtung*

wenn das zul. Gesamtgewicht des Anhängers kleiner oder gleich dem zul. Gesamtgewicht

des Zugfahrzeugs und der zul. Anhängelast ist

 

*: Zugkugelkupplung mit Stabilisierungseinrichtung für Zentralachsanhänger gem. ISO 11555-1/1.7.2003

oder andere selbsttätige Einrichtung zur Stabilisierung mit ABE / Betriebserlaubnis oder Teilegutachten

 

 

Die Voraussetzungen wurden durch die 3. VO zur Änderung der 9. AusnahmeVO zur StVO geändert (BGBl. Nr. 65, 2005, S. 2978ff). Grund für die Änderung war die Anpassung an den techn. Fortschritt, d.h. die Verbesserung der Fahreigenschaften von Kombinationen durch ABV, Anhängerbremse, hydr. Schwingungsdämpfer in Verbindung mit Stabilisierungseinrichtungen.

 

Quelle: TÜV Rheinland Group

Weitere Technik-Informationen folgen in Kürze...

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