Umrüstung von Rädern und Reifen

Wenn es rund läuft, dann läuft es rund.
Umrüstung von Rädern und Reifen.

Reifen

Breitere Räder (Volksmund -> Felgen) und breitere Reifen machen Dein Fahrzeug nicht nur optisch individuell, sie verbessern zum Teil auch das Fahrverhalten.

Allerdings nur, wenn sich die „Breite“ in technisch vernünftigen Grenzen hält, denn breitere Reifen können die Fahrstabilität Deines Fahrzeuges verbessern.
Verantwortlich ist die größere Aufstandsfläche des Breitreifen, die eine geringere Flächenpressung ergibt. Dadurch können bei Kurvenfahrten höhere Seitenkräfte aufgebaut werden.

Wichtig ist, daß der Abrollumfang der breiteren Reifen möglichst mit dem der Serienbereifung übereinstimmt. Je genauer, desto eher ist Rad-/Reifenkombination verwendbar. Ansonsten ist Abweichung von Tacho und tatsächlichem Tempo zu drastisch. Wenn der Abrollumfang zu sehr abweicht, kann man den Tacho natürlich  an die breitere Rad-/Reifenkombination neu anpassen, allerdings werden dann alle anderen Kombinationen aus den Fahrzeugpapieren gestrichen und man darf nur noch die eine Rad-/Reifenkombination fahren.

Immer wieder zu Diskussionen führt die Abdeckung des Reifens. Je nach Auflage im  Teilegutachten der Rad-/Reifenkombination muß die gesamte Breite des Reifens im Bereich von 0° – 30° vor der Radmitte, 0° – 50° hinter der Radmitte oder von 30° vor bis 50° hinter der Radmitte abgedeckt sein. Wenn dies an Deinem Fahrzeug nicht der Fall sein sollte, muß entweder der Radausschnitt an dem Kotflügel in diesem Bereich nach außen gezogen werden oder es müssen sogenannte „Flaps“ dauerhaft an der äußeren Kotflügelkante angeklebt werden. Diese sind inzwischen überall im Handel und bei den Fahrzeugherstellern erhältlich.

Üppige Breitformate beanspruchen beanspruchen zudem viel Platz im Radhaus. Achte deshalb auf ausreichende Freigängigkeit zu Karosserie- (min. 10 mm) und Fahrwerksteilen (min. 5 mm).

Räder (Felgen)

Sportliche Leichtmetallräder sind ein echter Blickfang für Dein Fahrzeug.
Neben den Aluminium- und Magnesiumrädern  spielen inzwischen Kunststoffräder eine immer größere Rolle bei der Individualisierung des eigenen Fahrzeuges. Einteilige Leicht-metallräder bestehen aus einem einzigen Stück Metall, während mehrteilige Räder aus Felgenbett und Felgenstern bestehen, die miteinander verschraubt werden.

Bei einer größeren Beschädigung sind die Besitzer von mehrteiligen Rädern im Vorteil.
Je nach Schwere und Art des Schadens können Felgenstern, Außenbett oder Innenbett einzeln ausgetauscht werden. Reparaturen sind Sache des Herstellers oder die von ihm befähigten Firmen, da nur dann die Gewährleistung erhalten bleibt.
Ein Qualitätsrad erkennt man vor allem an den sicherheitsrelevanten Angaben. Im Einzelnen sind das Angaben zum Hersteller, zum Gießdatum, die Radgröße und die Einpresstiefe auf der Rückseite des Rades.
Räder mit dem Qualitätskennzeichen ABE (Allgemeine Betriebserlaubnis) erkennt man durch eine Kennzeichnung an der Vorderseite des Rades. Dort muß das Buchstabenkürzel KBA (für Kraftfahrt Bundesamt) sowie eine fünfstellige Nummer zu finden sein.

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